Ungewöhnliche Blicke auf die Bergkirche

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG: Förderkreis Kunst und Kultur will mit Verkaufsausstellung Renovierung unterstützen
/ Bilder bis 29. Oktober abgeben

ARCHIV-ARTIKEL VOM DONNERSTAG, DEN 23.10.2014

Blicke-Bergkirche_231014ZWINGENBERG. Aus dem kulturellen Leben Zwingenbergs ist der Förderkreis Kunst und Kultur nicht mehr
wegzudenken. Das zeigt sich nicht nur an den immer wieder beachtlichen Besucherzahlen bei den
Veranstaltungen, sondern auch an Umfang und Bandbreite des Angebots.
Bei der Jahreshauptversammlung im Goethezimmer des Bunten Löwen ließ Vorsitzender Dieter Kullak die
Aktivitäten noch einmal Revue passieren, warf aber auch schon einen Blick in die Zukunft.
Die nächste Veranstaltung steht schon vor der Tür: Anfang November, der genaue Termin wird noch
bekanntgegeben, wird es eine Verkaufsausstellung zugunsten der Renovierung der evangelischen Bergkirche
mit den im Rahmen der Aktion „Blickachsen 360 Grad“ eingereichten Bildern geben.
Bei dieser Aktion geht es darum, ein Kunstwerk zu gestalten, das sich erkennbar mit dem Motiv Bergkirche
beschäftigt, ganz gleich in welcher Technik. Angesprochen sind alle, die die Renovierung der Kirche
unterstützen wollen, sofern sie mindestens 16 Jahre alt sind.
Die Arbeiten sollten ein Format zwischen DIN A 1 und DIN A4 haben und werden für 10 bis 100 Euro zum
Kauf angeboten – den Preis bestimmt jeder selbst, der Erlös geht ohne Abzug an die evangelische
Kirchengemeinde.
Noch kann jeder mitmachen – Abgabetermin für alle Bilder ist am Mittwoch, 29. Oktober, von 16 bis 18 Uhr im
evangelischen Gemeindehaus in der Darmstädter Straße 22.

Vortrag über die „Butterdos“

Im Frühjahr 2015 soll es in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein einen Vortrag von Dr. Schröder und
Berenike Neumeister über die „Butterdos“ geben. Das an der Ecke Orbisstraße/Jugenheimer Straße gelegene
Gebäude hat seinen Spitznamen wegen seiner außergewöhnlichen Dachform. In den 20er Jahren erbaut,
wurde es damals zu einem kulturellen Treffpunkt mit überregional wirkender Anziehungskraft.
In der Planung sind beim Förderkreis eine Ausstellung über die historische Markthalle, die eventuell mit dem
Geschichtsverein erarbeitet werden soll und eine Ausstellung mit Werken Zwingenberger Künstler. Auch über
die Organisation einer Ausstellung Zwingenberger Künstler in Brisighella wird nachgedacht.
Am 31. Mai 2015, dem „Tag für die Literatur“ soll es um Johann Wolfgang von Goethe gehen. Außerdem ist
für Frühjahr und Herbst 2015 je ein Vortrag von Dr. Dieter Emrich und Gernot Scior geplant.
Im Jahr 2013 wurde sowohl der 200. Geburtstag von Georg Büchner als auch der 100. Geburtstag von Fritz
Graßhoff ausführlich gewürdigt. Zu Büchner gab es im Februar eine literarische Weinprobe sowie ein
literarisches Frühstück mit einer Einführung in Leben und Werk Georg Büchners durch die Leiterin der
Stadtbücherei Angelika Graf und Peter Brunner. Zum Abschluss des Büchner-Jahres fand im Oktober eine
musikalische Revue über die Geschwister Büchner im Theater Mobile statt. Des Künstlers und Dichters Fritz
Graßhoff, der fast zwei Jahrzehnte in Zwingenberg gelebt hat, wurde ebenfalls mit drei Veranstaltungen
gedacht: Im August gab es eine Ausstellung in der Remise mit Werken aus Privatbesitz, im Oktober eine
Lesung von Graßhoff-Texten durch Uwe Theel im Theater Mobile und im November, ebenfalls im Theater
Mobile, einen musikalischen Abend des Theaters „fortepiano“ mit Texten und Liedern, unter anderem aus
Graßhoffs „Halunkenpostille“.

Graffiti in der Unterführung

An den Ferienspielen der Stadt beteiligte sich der Verein mit dem von Trude Schumacher-Jansen begleiteten
„Malen auf Plexiglas“. Weitere Angebote in diesem Jahr waren bislang der Vortrag von Dr. Dieter Emrich im
März über Hans Holbeins d. J. „Darmstädter Madonna“ und ein Graffiti-Workshop im Rahmen des
Jugendkulturtags. Zwölf Jugendliche hatten unter professioneller Anleitung die Bahnunterführung in der
Walter-Möller-Straße verschönert.

Auch beim „Tag der Vereine“ war der Förderkreis aktiv. Hier wurde ein „Mitmachbild“ unter der Ägide von
Ulrike Fried-Heufel gestaltet, das nun im Jugendzentrum seinen Platz gefunden hat. Im Oktober fand mit dem
Mundart-Vortrag von Landrat a. D. Horst Schnur die bislang letzte Veranstaltung statt. eba

© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 23.10.2014
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