Ulrike Fried-Heufel ist neue Vize-Chefin der Kunst-Förderer

ARCHIV-ARTIKEL VOM DIENSTAG, DEN 29.09.2015

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ZWINGENBERG. Zügig und harmonisch gingen die Vorstandswahlen bei der Jahreshauptversammlung des Förderkreises für Kunst und Kultur Zwingenberg e.V. über die Bühne. Einstimmig per Handzeichen wiedergewählt wurden der Vorsitzende und ehemalige Bürgermeister Dieter Kullak, der Schatzmeister Hanns Werner und der Schriftführer Klaus D. Kraft.

Einen Wechsel gab es beim Amt des zweiten Vorsitzenden: Der bisherige Amtsinhaber Bürgermeister Dr. Holger Habich kandidierte wegen zu vieler weiterer Verpflichtungen, unter anderem dem neuen Vorsitz im Verein Partnerschaft Tetbury e.V., nicht mehr. Einstimmig zur neuen zweiten Vorsitzenden gewählt wurde Ulrike Fried-Heufel, die bislang als Beisitzerin im Vorstand vertreten gewesen war und dem Verein schon in der Vergangenheit viele künstlerische Impulse gegeben hat. Als Beisitzerinnen wieder oder neu gewählt wurden Katharina Ziemann, Trude Schumacher-Jansen, Annelore Knecht und Brigitte Hammacher.

Als Kassenprüfer löst Dr. Holger Habich Roland Pfeifer ab, der diese Aufgabe in den vergangenen beiden Jahren versehen hatte und dem Schatzmeister Hanns Werner für das vergangene Geschäftsjahr eine vorbildliche Kassenführung attestierte, so dass der Vorstand von der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet werden konnte.

Großes Publikumsinteresse

Mit einer Flasche Wein und einem künstlerischen Gruß von Ulrike Fried-Heufel dankte der Verein Dr. Holger Habich für sein Engagement in der Vergangenheit. Der Vorsitzende Dieter Kullak gab einen Rückblick auf die Veranstaltungen der vergangenen Monate. Im März 2014 stieß der Vortrag von Dr. Dieter Emrich im Alten Amtsgericht über die „Darmstädter Madonna“ von Hans Holbein d. J. auf großes Publikumsinteresse. Ein Großprojekt des Jahres war „Blickachsen 360 Grad“, initiiert von Ulrike Fried-Heufel. Dem Aufruf, die Bergkirche künstlerisch darzustellen und mit dem anschließenden Verkauf des Werkes eine Spende zur Renovierung der Bergkirche beizutragen, folgten 50 Bürger aus Zwingenberg, Rodau und Umgebung.

Bei einem Graffiti-Workshop gestalteten zwölf Zwingenberger Jugendliche unter Anleitung von „Studio 68“ aus Mannheim die Südseite der Bahnunterführung in der Walter-Möller-Straße. Im Rahmen der Ferienspiele bot der Förderkreis wie in den vergangenen Jahren Malen auf Plexiglas unter Leitung von Trude Schumacher-Jansen an, was auf großes Interesse bei 13 (2014) beziehungsweise 24 (2015) Kindern stieß. Beim Tag der Vereine im September 2014 stellte der Förderkreis seine Aktivitäten vor und initiierte ein Mitmachbild auf der Grundlage eines von Ulrike Fried-Heufel gestalteten Bewegungs-Motivs, das im Oktober an das Jugendzentrum übergeben wurde. Ein Höhepunkt war der „Oarewäller Mundoart-Voarttroag“ des ehemaligen Odenwälder Landrats Horst Schnur, der im Oktober für einen gut gefüllten Saal im Alten Amtsgericht gesorgt hatte. Am „Tag für die Literatur“ im Mai 2015 fand im „Café Schoko und Wein“ am Marktplatz ein Literaturfrühstück statt, bei dem der Pfungstädter Autor Peter Brunner über Leben und Werk Ludwig Börnes referierte. eba

© Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 29.09.2015

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