Kulturförderer geben sich neuen Namen

HAUPTVERSAMMLUNG: Verein nennt sich ab sofort „Förderkreis Kunst und Kultur“ / Bereich Tourismus wurde
ausgegliedert / Weiter Akzente setzen

ARCHIV-ARTIKEL VOM FREITAG, DEN 19.11.2010
ZWINGENBERG. Der Verein zur Förderung von Tourismus, Kunst und Kultur setzt seine Arbeit fort, aber unter
einem neuen Namen. Von nun an firmiert er unter der Bezeichnung „Förderkreis Kunst und Kultur
Zwingenberg“. Die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung am Mittwoch im „Bunten Löwen“ beschlossen
unisono die Änderung, mit der auch eine neue Zweckbestimmung einhergeht.
Denn der Bereich Tourismus wie auch all die Aktivitäten, die mit dem UNESCO-Geopark und mit dem
Informationszentrum „Blüten, Stein und Wein“ einhergehen, stehen bereits seit Juni des vorigen Jahres unter
der Regie der Stadtverwaltung. Für den Verein stand damit ein Richtungswechsel zur Diskussion. Erster
Vorsitzender Dieter Kullak beklagte trotz der gewichtigen Punkte auf der Agenda einen „mageren“ Besuch der
Versammlung.

Kunst im Stadtpark

Dass der 18 Mitglieder zählende Verein auch weiterhin kulturelle Akzente in der ältesten Stadt an der
Bergstraße setzten will, bekräftigten die Anwesenden. Bürgermeister Dr. Holger Habich begrüßte das
Engagement. Zum einen wollen die Mitglieder Zwingenberger Künstlern eine zusätzliche Plattform zur
Präsentation ihrer Werke geben.
Zudem soll im Stadtpark die Kunst einen festen Platz bekommen. Ein Objekt zur optischen Täuschung soll im
Lauf des nächsten Jahres installiert werden. Fest steht, dass unter der Regie des Vereins ein
„Frühlingskonzert“ mit dem Ensemble Mauruschat im Theater Mobile zu hören sein wird.
Der Verein will „feine und prickelnde Akzente“ im Veranstaltungsangebot Zwingenbergs setzen, die auch über
den Bereich der bildenden Kunst hinausgehen. Dabei soll der Musik wie auch der Literatur mehr Raum
gegeben werden. Die Mitglieder breiteten eine große Ideenpalette aus, die an den bekannten Literaten, Maler
und ehemaligen Bürger Zwingenbergs, Fritz Graßhoff, anknüpft oder auch Goethes wie Büchners Beziehung
zur ältesten Stadt an der Bergstraße in den Blickpunkt rückt.
Die Mitglieder unterstrichen, dass bei ähnlicher Interessenlage Kooperationen mit weiteren Vereinen durchaus
angesteuert werden sollten, um Projekte mit mehr Manpower gestalten zu können.
Was der Verein konkret in Bewegung setzt und welche kulturellen Highlights er im Zwingenberger Kalender
anbieten wird, soll zukünftig auf einer Homepage nachzuschlagen sein. Man will sie zügig aufbauen lassen.
Dass man im vergangenen Jahr mit etlichen Aktivitäten Zeichen setzte, ließ nicht zuletzt der Jahresrückblick
des Vorsitzenden Dieter Kullak erkennen. Auf Initiative des Vereins kam die Alte Hofapotheke am Marktplatz
zu neuem Ansehen. Hier wirkte Wilhelm Büchner, der Bruder des deutschen Literaten Karl Georg Büchner. Im
vergangenen Jahr brachte man eine Texttafel im Beisein von drei Ururenkelinnen des Apothekers Wilhelm
Büchner an. Peter Brunner aus Pfungstadt recherchierte und veröffentlichte die Geschichte der Familie, über
die er in Zwingenberg referierte.

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 19.11.2010

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